Alle Beiträge von Peter Berger

Toskana Mai 2018

Im Gegensatz zu 2017, haben wir im Mai 2018,  eine Toskana angetroffen, die üppiger und blühender nicht hätte sein können!

Die Schildkröte im oberen Bild näher gezoomt.

 

 

 

 

 

so entdecke ich manche Schildkröte aus grösserer Entfernung und hole sie mit dem Objektiv näher ran!

Ein sehr schönes, ca. 12 jähriges Weibchen, jüngere Tiere sind hier äusserst selten!

 

 

 

 

Zur Abwechslung eine Kröte ohne Panzer! Erdkrötenweibchen!
Ein helles, kontrastreiches Weibchen im hohen Gras!

Ein gut getarntes Männchen.
hier bereits auf dem Rückzug!
Stimmungsbild mit Maremma-Rindern!
Ein friedlicher Anblick!
aber wehe, du kommst ein wenig zu nahe, empfiehlt es sich, den Rückzug anzutreten!
In der Toskana noch recht häufig, Jagsfasan-Gockel!
noch ein ganz schönes Weibchen.
Badelandschaft der Wildschweine!

 

Ein wunderbares Wiedersehen, dank Internet ins Schildkröten-Habitat!

Wie sie vielleicht wissen, halte und züchte ich die sehr selten gewordenen Landschildkröten der Toskana,  (testudo hermanni hermanni) die westliche Unterart der griechischen Landschildkröten.

Dazu widme ich einen Teil meiner Ferien der Beobachtung und Studie dieser Spezies in den Herkunftshabitaten.  

Adulte männliche Hermanni hermanni 17.April 2018

Heute erreicht mich die Nachricht meiner Gastgeberin in der Toskana.  Dazu einige Bilder eines markanten Schildkröten-Männchens.  Sie schreibt, dass sie dieses Exemplar im Poolbereich, in der Nähe ihres Hauses, das noch mitten in unverdorbener Natur liegt, angetroffen habe. In all den Jahren in denen wir uns immer wieder über mein Hobby unterhalten haben, ist es ihr natürlich nicht entgangen, nach welchen Gesichtspunkten, Bilder, aufgenommen werden sollten, damit sie für mich und meine Studien auch nützlich sind.

Nun habe ich mich natürlich flugs hinter meine eigene, nicht unbeträchtliche Schildkröten-Dokumentation gemacht. Es ist gar nicht immer so einfach, Bilder so abzugleichen, dass man mit Sicherheit sagen kann, dass es sich um ein und dasselbe Tier handelt. Namentlich wenn die Aufnahmen einige Jahre auseinander liegen.

Dabei vergleiche ich Schild um Schild, namentlich auch den Bauchpanzer, der oft die schnellsten Resultate bringt. Ähnlich wie bei unseren Fingerabdrücken, existiert das genau gleiche Muster, oder die Zeichnung, nie zweimal.

Ansicht des Plastron (Bauchpanzer.)
Seitenansicht obigen Männchens!
Meine Bilder von 2014 und 2015

Diese und viele andere, ähnliche Beobachtungen beweisen, dass Landschildkröten einen relativ kleinen Aktionsradius haben. Die meisten Schildkröten die ich wieder angetroffen habe, waren vielleicht maximal 300 Meter vom alten Ort entfernt.

Toskana Mai 2017

Tolles Wetter, feines Essen, wunderbare Weine azurblaues Meer mir mehr oder weniger sauberen Stränden! Das ist es wovon Leute, die Ferien in der Toskana verbracht haben, erzählen, ja schwärmen können. Auch ich gehöre seit Jahren zu diesen Besuchern, nur, dass ich zusätzlich meinem Hobby fröne. Ich beobachte und fotografiere dort Tiere in der freien, noch unberührten Natur. Ganz besonders haben es mir die dort heimischen Landschildkröten angetan. Eine Unterart der griechischen Landschildkröte (testudo hermanni hermanni) die noch in gewissen Habitaten der Toskana vorkommt, noch vorkommt! Aber eben, wie lange noch? Sie sind ausserordentlich bedroht und ihre Bestandesabnahme ist von Jahr zu Jahr sichtbarer. Während ich vor einem Jahr noch von 20 Jahren Fortbestand dieser Spezies gesprochen habe, muss ich jetzt nach 14 Tagen intensiver, stundenlanger Exkursionen durch die wunderbaren Ursprungsgebiete, meine Annahme auf die Hälfte reduzieren. Leider bin ich nicht alleine mit meiner Feststellung! Auch andere Fachleute, die weit mehr Zeit mit Feldbeobachtungen verbringen, kommen leider zum ähnlichen Schluss. Einer der Hauptgründe dafür, ist die stetige Zunahme der Wildschweinpopulationen, die hier zu einer riesigen Plage geworden sind. Wildschweine fressen alles was ihnen vor den Rüssel kommt und scheuen auch nicht davor zurück, den Panzer einer adulten Schildkröte, die im Maximum um die 1000 Gramm wiegt, zu knacken. Schlüpflinge und semi-adulte Tiere beobachte ich in meinem, mir gut bekannten Gebiet, schon lange keine mehr. Frische Gelege werden meistens schon in der ersten Nacht durch die Schwarzkittel ausgegraben und vertilgt.
In der Toskana darf offiziell nur 3 Monate im Jahr, vom November bis Januar, gejagt werden und dies nur 3 Tage in der Woche. Mit den Versteckmöglichkeiten, die die Wälder und die dichte Macchia bieten, ist diesen schlauen Viechern kaum oder gar nicht beizukommen.
Mit einem Anflug von Traurigkeit kehre ich dieses Jahr aus meinen Toskana-Ferien zurück. Ich frage mich, ob ich nächstes Jahr überhaupt noch Schildkröten antreffen werde?
Immer mehr bin ich überzeugt, dass die von mir seit Jahrzehnten, zu Hause gepflegten, artenreinen, toskanischen Schildkröten vielleicht einmal dazu beitragen können, neue Populationen in der freien Natur zu bilden, um den Fortbestand dieser edlen und für mich attraktivsten, europäischen Schildkrötengattung zu garantieren.
Einige Schnappschüsse sind von meinen Streifzügen 2017 mitgekommen!

adultes Männchen THH
Das gleiche Männchen wie oben, an anderer Stelle auf meinem Rückweg!

 

 

 

adultes Weibchen, mitten auf dem Pfad entdeckt. Auffallend starke Höckerbildung. (Bilder oben)
Peter, Schildkrötenliebhaber und -kenner aus Budapest, auch dieses Jahr wieder mit mir auf der Pirsch!
Eine Beruhigung für die Augen, über die Vielzahl von Grüntönen hinweg zu schauen.
Auch in der Luft ist immer etwas los! Schlangenadler-Paar beim Balzflug!

Ein alter Bekannter vom letzten Jahr! Marginalschilder hinten rechts, über dem Bein, sind verletzt. (2Bilder oben)
Jagdfasan und Turteltaube rechts sind noch oft anzutreffen!

Grautier vor einer Legesteinmauer,
die er hier elegant übersteigt.

 

 

 

 

Meister Lampe trifft man noch ab und zu! Die Junghasen sind wie die Schildkröten sehr gefährdet.
Und am Abend grüsst noch eine Lady! (oben und unten)

 

Limousins leben hier wie Wildtiere. Oft in Begleitung der weissen Kuhreiher, die ihnen bei der Körperpflege helfen!

Mit den amtlichen Jagdbestimmungen wird den Massen an Sauen wohl nie beizukommen sein. Meistens 3 Monate im Jahr und dies nur jeweils 3 Tage die Woche, oder gar keine Jagd!

 

 

 

 

Ein alternatives Natur-Substrat für unsere Schildkröten

Über geeignete Substrate für Schildkröten-Häuser ist und wurde schon viel geschrieben, oder abgeschrieben! Die Natur und die Substrate der Herkunftshabitate, können wir aber, trotz allen, uns zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten, nie ganz kopieren!

Ich möchte hier ein Substrat vorstellen, das es so im Schildkröten-Habitat nicht gibt, das aber sehr viele Eigenschaften aufweist, die für unsere Pfleglinge ideal sind und die  optimale Bedingungen für die Haltung und Aufzucht, auch heiklerer Arten, bietet.

Seit einigen Jahren verwende ich, mit sehr gutem Erfolg, für alle Schildkröten-Unterkünfte,  das Substrat Liapor/Liadrain.

Chelonium mit Granulat
Chelonium mit frisch eingebrachtem Granulat Liapor/Liadrain .

Unser Schildkröten-Freund Otti Steck, der wie ich artenreine Toskaner hält, hat dieses Substrat, aus natürlichen Rohstoffen entdeckt,  mehrere Jahre ausprobiert und parallel mit herkömmlichen, immer wieder empfohlenen Substraten verglichen. Seine Ausführungen hat er auf einem Flugblatt, für die zukünftigen Halter seiner Jungtiere, festgehalten.  Mit  seinem Einverständnis gebe ich sie gerne weiter!

“Zitat Otti -Steck”

“Das andere Natursubstrat”

Um es gleich vorweg zu nehmen: ich möchte hier nicht die “altbewährten” Frühbeet­kasten-Füllungen kritisieren, sondern lediglich meine Überlegungen und ge­machten Erfahrungen schildern.

Anfänglich pflegte ich Testudo h. boettgeri, T. graeca, T. marginata und hatte laufend gesunde Nachzuchten. Die Frühbeetkasten-Füllungen habe ich mit verschiedenen Substraten wie Rindenhumus, Holzhäcksel, Erd-Sand-Häcksel-Gemisch, Laub usw. ausprobiert. Durch die Erkenntnis; dass das Substrat zwingend nass-feucht sein muss, zeigten sich bei diesen humosen, sauren Böden (pH-Werte 4 – 6) Schimmel, Fäulnis, Gärung, Vermatschung (Luft?) und Ungeziefer. Messungen haben ergeben, dass obgenannte Nachteile u.a. mit unerwünschter Reduzierung des Wassergehal­tes eliminiert werden können.

Seit einigen Jahren habe ich mich nur noch auf die 100%-garantierte Reinzucht von Testudo hermanni hermanni TOSCANER spezialisiert. Die ersten Jahre waren über­raschenderweise mehrheitlich von Zucht-Misserfolgen gekennzeichnet, obschon die “altbewährten” Methoden und Einrichtungen beibehalten wurden.

Meine der freien Wildbahn nachgeahmten Freilandgehege basieren auf kargen, kalk- und mineralhaltigen Böden (Jura-Mergel, pH-Werte 6.0 – 7.5) mit der ent­sprechenden Mediterranflora und nährstoffarmen, rohfaserreichen, kalkhaltigen Fut­terpflanzen. Selbstverständlich fehlen die “Industriefindlinge”, d.h. ein Gewächshaus, Frühbeetkästen, automatische Lüfter, HQI-Halogen-Metalldampflampen, Halogen­strahler und Ultra-Vitalux UV-Strahler nicht. Diese technischen Hilfsmittel verbessern nachweisbar die Lebensqualität der sonnenhungrigen Schildkröten.

Während der 6 – 7 -monatigen Winterruhe und in der Aktivzeit bei Schlechtwetterta­gen ( -wochen) sowie nachts verbringen – vom Schlüpfling bis zu den Elterntieren ­die Schildkröten zwangsläufig ihre meiste Zeit im Frühbeetkasten-Substrat!! Humos und sauer!

Es ist hinlänglich bekannt, dass Rhododendren ein saures Moorbeet benötigen. Hin­gegen gedeihen die mediterranen Olivenbäume, Korkeichen, Ginster usw. nur auf kargen, kalkhaltigen Böden.

In der freien, mediterranen Wildbahn konnte ich noch nie Schildkröten auf humosen, sauren Böden beobachten! Sämtliche Bildvorträge und Berichte zeigen immer karge Habitate. Grossangelegte Bodenproben-Untersuchungen beweisen jeweils die Bo­denbeschaffenheiten.
All diese Facts bewogen mich ab 2001, je einen Teil meiner Tiere (Schlüpflinge bis Zuchttiere) in verschiedenen Substraten (pH Werte 6.0 – 7.5) zu halten. Leider mit mässigen Erfolgen. Einzig das nachstehend umschriebene LIAPOR  “Das andere Natursubstrat” brachte die gewünschten Erfolge.

Seit 2005 halte ich alle meine Schildkröten ganzjährig in folgender

SCHILDKRÖTENHAUS-FÜLLUNG, nass-feucht:                     (Mindestens 3 x höher eingeschüttet als die Panzerhöhe der Tiere)

Ausgangsmaterial:

Lias-Rohton = Ablagerungsschichten aus organischem Material im Jura-Meer.

Blähton = rein keramisches Naturprodukt

(blähen und brennen der Tonperlen im Drehofen, ohne chemische Zusätze oder Hilfsstoffe).

Eigenschaften:

– pH-Wert = 7.0 = neutral
– leicht (5 – 6 mal leichter als Kies-Sand)
– wärmedämmend, feuerbeständig
– druckfest und formstabil
– verklumpt nicht
– feuchtigkeits-regulierend und
– enorm wasserspeichernd
– grobporig, luftdurchsetzt – völlig geruchlos
– schädlings-, fäulnis- und verrottungsfrei
– preisgünstig

Verwendetes Gemisch:

1/3 Volumen LlAPOR FK, splittig 1 – 4 mm
2/3 Volumen LlADRAIN F3, gebrochen 2 – 4 mm
(im Herbst fülle ich den Kasten noch mit Buchenlaub auf).

Bezugsquelle:
LIAPOR Schweiz Vertriebs GmbH,  3380 Wangen a.A.                          Tel. 062 206.91.20       www.liapor.ch

Diese Haltungsveränderung auf Liapor/Liadrain, hält Atemwege, Haut und Panzer gesund. Ermöglicht Überwinterung ohne Gewichtsverlust, erhöht die Schlupfrate und bringt wunderschö­ne, kerngesunde Nachkommen hervor.

Ich wünsche mir, dass zukünftig möglichst viele Schildkröten mit dieser Haltebedin­gungs-Verbesserung eine neue Lebensqualität erhalten.
“Ende Zitat Otti Steck”

 

Dazu meine Anmerkungen:

Auch ich war anfänglich skeptisch! Nach vielen Jahren Erfahrung mit LIAPOR,  kann ich es mit Begeisterung weiter empfehlen!

Betonen möchte ich, dass die Tiere nicht ausschliesslich auf diesem Substrat leben sollen. Sie müssen die Möglichkeit haben, sich auch auf Erde, Steinen, Kies, Mergel etc. also draussen, zu bewegen, um Ihre Krallen auf natürlich Art abnutzen zu können. Liapor also nur in den Unterkünften und Aufzuchthäusern und nur bedingt für Dauer- Terrarien verwenden!

Babyabteilung mit Granulat Liapor
Babyabteilung mit Granulat Liapor

Vor der  Ueberwinterung müssen die Schildkröten auf dem Substrat gelebt haben. Dies ist ja auch bei anderen Materialien der Fall! Trägt der Untergrund nicht schon den ihnen vertrauten Geruch, wird er oft abgewiesen und die Tiere vergraben sich nicht.

Weitere Vorteile und Erfahrungen:

  • Substrat kann durchgesiebt werden, Kot und andere Partikel, Laub Stroh, Heu etc.  lassen sich so sauber entfernen.
  • Die oberste Schicht kann ausgehoben, mit heissem Wasser, mit Dampfgerät oder Brenner gereinigt, desinfiziert und wieder eingebracht werden.
  • Bei genügender Feuchtigkeit (so oder so wichtig) sind die Schildis immer schön sauber und machen auch für unser Auge mehr Freude!
  • Nach dem ersten Einbringen, ist das Substrat anfänglich noch locker um sich dann zu verdichten. Dazu trägt auch eine gewisse Humusbildung, nicht zuletzt durch aufsteigende Regenwürmer, bei
  • Die Schildkröten graben sich auch nachts oder bei grosser Hitze, gerne ein und profitieren von der gleichmässigen Feuchtigkeit.
  • Das Substrat selbst, hat vorzügliche Isolationseigenschaften.
  • Auf dem nachstehenden Bild sehen wir sehr gut, dass sich das feuchte Substrat nach einiger Zeit im Gebrauch,  wie Erde verhält. Es fällt also nicht,  wie oft befürchtet, in sich zusammen.
  • Über Anschaffungspreise kann man immer diskutieren! Im Vergleich mit den Kosten guter Gartenerde aus dem Fachhandel, rechnet sich der Unterschied alleweil.  Als verantwortungsvolle Tierhalter, lassen wir uns das Wohl unserer Pfleglinge auch gerne etwas kosten!
DSC_6344 9-jähriges Weibchen, eben aus dem Substrat aufgetaucht!
9-jähriges Weibchen, eben aus dem Substrat aufgetaucht! 19. März 2014

Sämtliche Reaktionen von Schildkrötenhaltern, denen ich Liapor empfohlen und die es heute verwenden, sind positiv!

Ich stehe in keinerlei Beziehung zur Firma Liapor,  sondern kann ihnen deren Substrat aus freien Stücken und meinen ebenfalls langjährigen Erfahrungen, empfehlen!

Viel, oder noch mehr Erfolg wünscht dir        Peter Berger

 

 

Toskana Mai 2016 Tenuta il Sassone

Tenuta il Sassone

Auf dem oberen Bild sehen wir, wie das schöne Wohnhaus mit den Gästezimmern, eingebetet und umrundet von veritablen Ur-Wäldern.  Ein Eldorado für Leute,  die den schönen Dingen zugetan sind!

dsc_0890

 

fullsizeoutput_3f42

Die Jägerin als Opfer in der Falle!

Kaum angekommen, werde ich zu einem Notfall gerufen. Der Hausherr hat einen Fang gemacht. Leider ist, anstelle des Leckerbissens für die Schlange, sie selbst, eine wunderschöne Zornnatter,  in die Falle geraten.

dsc_0592

Ich glaube, Adriano war sichtlich froh, einen, mit allerlei Kreaturen vertrauten Gast zu beherbergen. Jedenfalls konnte ich diese schöne “Frustone” schnell aus ihrer misslichen Lage befreien.

dsc_0595

dsc_0600

dsc_0605

Hoffentlich haben die Zähne der Falle, keinen bleibenden Schaden hinterlassen. Jedenfalls hat sich das schöne Kriechtier schnell und elegant verabschiedet.

dsc_0612

dsc_0619
Einige Zentimeter hinter dem Kopf, sieht man noch die Abdrücke der Falle!

Der erste Schildkrötenkontakt auf Sassone 2016

dsc_0637

dsc_0642
Ein Prachtskerl! Während einer Woche haben wir uns 3x getroffen!
dsc_0809
Die wunderschönen Farbkombinationen der Frühlingswiesen!
dsc_0656
Auch ich bin nicht ganz glatt gewachsen!

 

Ausflug nach Marina di Alberese

Ein Naturschutzgebiet mit vielen Möglichkeiten! Naturbelassener Sandstrand und viele Pfade zum Wandern.

dsc_0694
Riserva naturale Marina die Alberese!

 

 

 

 

 

 

 

dsc_0693

 

 

 

dsc_0701
Die frechen Füchse steigen oft fast zu den Leuten in die Autos, da sie leider immer wieder von Touristen gefüttert werden. Es sollen ebenso viele zutrauliche Wildschweine vorkommen, die auch hier zur Plage werden.

dsc_0699 dsc_0704

 

 

 

dsc_0696

Lägen nich einige Kilometer dazwischen, könnten sich Fuchs und Hase sprichwörtlich Gute Nacht sagen !

dsc_0924
In den eingezäunten Reben auf Sassone, fühlen sich die Hasen sicher und sind nicht besonders scheu.

dsc_0962

 

Wir sind wieder oben in den Hügeln!

dsc_0991
Auch in der Natur ist der Carapax nicht immer glatt gewachsen.

dsc_0989

 

 

 

dsc_0800
Weiden für die Augen – Augenweiden!

Oft schon aus der Ferne registriert und oft stolpert man förmlich darüber! Und vermutlich noch öfters, bleiben sie unbemerkt. (unten)

dsc_0762
Mit gut eingestelltem Fokus bleiben sie nicht  verborgen.  (Bildmitte)
dsc_0763
etwas näher!
dsc_0764
Ein schönes, altes Männchen!
dsc_0766
Der wellige, schrumpflige  Panzer verrät das höhere Alter!

dsc_0802

DSC_9092
Eine ältere, wunderschöne Dame!
Auf der letzten Pirsch vor der Abreise und alte Bekannte!
dsc_0878
Nachdem sich diese Schildkröte über eine Stunde versteckt hielt, sich aber durch ihre Bewegungen und ihre Knack-Geräusche verriet, tat sie uns doch noch den Gefallen. Peter, mein Namensvetter aus Budapest und wie es sich herausstellte, noch grösserer Schildkröten-Fan als ich, staunt ganz ungläubig. Ich hatte ihm rund eine Stunde vorher erklärt, dass ich hier eine Schildkröte gehört, aber nicht gesehen hätte.
dsc_3649
Und hier ist sie! Jetzt staunte ich! Eine unverkenn- und unverwechselbare Bekannte aus dem letzten Jahr. Die 1 Jahr alten Bilder und meinen Kommentar, findest du unter Sassone 2015.
dsc_3644
Bild von 2016
IMG_0386
Bild von 2015

 

 

 

 

 

Stimmungsbild nach dem grossen Regen!

dsc_0855

 

Das nachstehende Bild habe ich von Simona im Juni 16, auf meinem Iphone erhalten. Meiner Gastgeberin habe ich erzählt, dass ich die “Bucklige” wie ich sie genannt habe, diesen Frühling nie gesehen habe.

Hier ist sie! Eindeutig zu identifizieren. 2014 und 2015 findest du sie unter meinen Bildern.

unadjustednonraw_thumb_1715f

Simona vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!

DSC_7222
Vergleichs-Bild Mai 2014

 

 

 

 

 

Diese Schildkröten sind also sehr standorttreu! Die “alten Bekannten” habe ich in einem Radius von rund 100 Metern angetroffen.

Toskana Mai 2016 Tenuta di Seripa

 

Mai 2016 Tenuta di Seripa

 

DSC_0207

Ein wunderschöner Ort, wie gemacht für meine Vorhaben! Ausgezeichnete Ausgangslage für einen Schildkrötenfreak! Von einer Nebenstrasse führt ein 1.5 km langer Schotterweg zu unseren, wie sich herausstellte, äusserst charmanten und unterhaltsamen Gastgebern. Massimo und seine, mit exklusiven Kochkünsten brillierende, Gattin.

DSC_0190
Auch für Begleitpersonen oder eben Leute die nicht so der Natur zugetan sind, bietet sich hier eine Oase der Ruhe.
IMG_3493
Leider hatten wir in diesem Mai kein Badewetter, dafür umso stimmungsvollere Bilder!
DSC_0200
Wunderschöne Farbkombinationen! In der Natur passt es immer zusammen!
DSC_0302
Grün in allen Variationen, Natur pur!
IMG_3457
Einige Kratzer setzt das “turtleing” durch die Büsche immer ab!

 

DSC_0331
Im Frühjahr finden wir solche Wiesen, die wir uns gerne zu Hause als Futterquelle wünschten. Gemäht wird hier nie!
DSC_0327
Wildnis so weit das Auge reicht!

DSC_0312

Gut getarnt, hinter Büschen und Bäumen habe ich diese Hinterlassenschaften der Zivilisation entdeckt.

DSC_0364
Fast hätte ich das grabende Weibchen übersehen! Hast du es entdeckt?
DSC_0323
Hier etwas näher!
DSC_0415
Noch so ein hässlicher Haufen!

 

DSC_0370
2 Meter daneben, zwischen den Schläuchen, das schöne Jungtier!
IMG_3434
Eine wirklich schön gebaute, hübsche Blondine! Also ein eher helles, ca. 5 Jahre altes Weibchen.

 

DSC_0427

 

DSC_0487
Smaragdeidechse direkt beim Haus
DSC_0489
Ein hübsches Pärchen beim Liebesspiel!
DSC_0397
Die allgegenwärtigen Spuren der ärgsten Schildkröten-Feinde.

Wildschweine zählen zu den grössten Feinden der Landschildkröten! So viele Begegnungen mit diesen Tieren hatte ich noch nie! In dieser Gegend roch und hörte ich sie dauernd, wenn ich in der Macchia und den Wäldern unterwegs war.

Sie dürften der Grund sein, dass hier, bis auf wenige Ausnahmen keine Schildkröten mehr anzutreffen sind.

DSC_0381
Sie sind schon niedlich anzusehen, aber hier war ich in einer nicht ungefährlichen Situation! Der laut grunzende Frischling wurde vom Rudel getrennt. In den Augen der Muttersau hätte ich die Ursache sein können!
DSC_0503
Sicher drei mal habe ich dieses dunkle Weibchen in der Umgebung des “Kehrichtplatzes” angetroffen.

 

DSC_0510
Auch hier bieten menschliche Hinterlassenschaften Schutz vor den Feinden! Siehst du die Schildkröte?
DSC_0514
Wenn dieses alte Weibchen, mit seinem lädierten Carapax, erzählen könnte

DSC_0512

Toskana Mai 2015 Tenuta Il Sassone

Tenuta Il Sassone

Auch im Frühjahr 2015 haben wir wieder 2 Mai-Wochen auf Sassone verbracht! So langsam artet es zur Sucht aus! Wirklich ein wundervoller, ruhiger Ort, wo die Natur grösstenteils noch intakt ist!

DSC_3366
Blick aus den Pferdestallungen auf einen Teil der Reben. Im Vordergrund, hinter den Bäumen, das Weinschloss, wo die ganze Vinifizierung stattfindet.
DSC_9056
Blick auf Sassone aus der Wiese mit Olivenbäumen, unterhalb des Wohngebäudes. Hier treffe ich ab und zu Schildkröten an.
DSC_9256
Und schon haben wieder ein altes, helles Männchen vor uns!

DSC_9260

DSC_9225
Nicht weit davon, eine alte Bekannte, das bucklige Weibchen!
DSC_9280
Sie ist einfach zu identifizieren!

Am Morgen danach, Aufstieg zur Hochebene!

DSC_8946
Mitten auf dem Schotterweg quert  ein für mich neues Weibchen!

DSC_8947

DSC_8950

 

 

 

 

DSC_8954
Portrait von vorn! Sie wollte ihren Kopf partout nicht herausstrecken, solange ich vor ihr kauerte!
DSC_8957
und ciao, vielleicht sehen wir uns wieder!
DSC_3305
Hier habe ich mich so richtig verlaufen! Aber alle Wege führen nach oben. Schlussendlich kam ich doch auf die Hochebene, wo ich mich wieder orientieren konnte. Handyempfang = 0

DSC_3311

DSC_3267

DSC_3314

Neuer Treffpunkt, ca. 300 Meter vom letzten Ort! Unten!

DSC_3355
Fast hätte sie mich getäuscht, der weisse Fleck rechts hinten war nur ein Blütenblatt einer weissen Buschrose!
IMG_0351
und hier ist sie wieder, unverkennbar!

DSC_9116

Unten und oben: Nur zu gerne wüsste ich, wie diese diagonale Carapax-Verletzung zu Stande gekommen ist.  Biss, Schlag?

DSC_9113
Ein Tier, mit einer Individualisierung, die man nicht vergisst!
IMG_0386
Bild für mein Archiv, immer noch als Sicherung mit meinem Iphone getätigt!
DSC_8929
Im heissen Mai 2015 haben wir den Pool so richtig genossen!

DSC_8937

DSC_9446

DSC_9447

 

Toskana Mai 2014 Tenuta Il Sassone

Begleiten sie mich auf meinen Streifzügen durch Felder und Wälder der Toskana! 

 

Schildkrötensuche-ohne Blick in die Büsche geht nichts!
Schildkrötensuche-ohne Blick in die Büsche geht nichts!

 

Von hier aus unternehme ich meine Streifzüge durch die Natur!

Ausgangspunkt meiner Streifzüge
Ausgangspunkt meiner Streifzüge
Blick auf Maremma
Blick auf die Maremma
DSC_6841
Zum Teil sehr steiler Weg ins Schildkrötengebiet

 

 

 

 

 

 

 

Und die erste Entdeckung in diesem Mai! Ein altes Weibchen mit einem markanten, kleinen weissen Punkt auf dem ersten Wirbelschild. Wie wenn er von einem Züchter zur Markierung angebracht worden wäre.

Zwei Tage später habe ich diese unverwechselbare Schildkröte, 300 Meter entfernt, erneut angetroffen.

Waldschneise
Waldschneise

 

 

 

 

 

 

Diese gut zugängliche Wald-Schneise verläuft  in Richtung Ost-West und ist den ganzen Tag besonnt. Hier konnte ich morgens und abends Schildkröten beim Sonnenbad und ihren Aktivitäten antreffen.

DSC_7016
Wildschweinsuhle
DSC_7078
Die erdige Farbe am Stein stammt von sich daran reibenden Wildschweinen.

 

 

DSC_6939
Dieses alte Männchen habe ich neben dervWildschwein-Suhle entdeckt.

Wildschweine sind auch in dieser Gegend ein grosses Problem, dem auch die Jäger kaum beikommen. Sicher wird ein grosser Teil der Schildkröten durch diese Schädlinge vernichtet. Es findet sich kaum eine Lichtung, die nicht umgewühlt ist.

DSC_6865
Von Sauen umgepflügte Waldlichtung

 

 

 

 

 

 

 

Schildi-Bilder-Ertrag einer Abendtour!

Kopulierendes Schildkrötenpaar!

Im Unterschied zu Einzeltieren, fiel dieses Paar schon von fern, durch die ungestümen Bewegungen des Männchens, auf. Sehr schöne, dunkle Tiere mit auffallend hoch gewölbtem Carapax.

Weibchen beim Ausheben der Eigrube

Leider musste ich hier meine Beobachtung abbrechen, das Morgenessen und meine Frau warteten. Mein Handy hatte an dieser Stelle keinen Empfang und ich war schon längere Zeit überfällig.

 

Nähere Umgebung unseres Standortes

Hügel in der Nähe unserer Herberge
Hügel in der Nähe unserer Herberge

So würde ich mir eine ideale Schildkröten-Anlage vorstellen! (Bild oben) Tatsächlich liegt dieser Platz ganz in der Nähe unserer Unterkunft. Nachdem mir unserer Gastgeber erzählt hat, dass er junge Schildkröten aus landwirtschaftlichen Gefahrenzonen, immer hier hin bringe, habe ich diesen Teil seines Geländes etwas genauer unter die Lupe genommen.

adulltes Männchen
adultes Männchen
Adultes Weibchen
adultes Weibchen

 

 

 

 

 

DSC_7160
ca. 10-jähriges Männchen
DSC_7163
Männchen wie oben
DSC_7224
adultes, höckriges Weibchen

 

 

 

 

 

 

 

Auch in der Natur findet man mitunter nicht ganz ideal gewachsene Tiere!  Bild oben und unten.

DSC_7222
auffallend höckriges, gelbes Weibchen
DSC_7230
adultes, gelbes Weibchen
DSC_7252
sehr grosses, hochgewachsenes Weibchen

Mit Ausnahme des obigen Weibchens, stelle ich auf diesem kleinen Areal von ca. 1/2 ha mehrheitlich auffallend gelb gefärbte Schildkröten fest.

Legesteinmauer
Legesteinmauer

Legesteinmauern  sind für Schildkröten an vielen Orten unüberwindliche Hindernisse. Vielleicht einer der Gründe, für die fast einheitlich eher gelb gefärbten Tiere.

Und noch einige Bilder!

Nicht nur für Schildkrötenfreaks lohnen sich Wanderungen etwas abseits der ausgeschilderten Pfade. Leute mit offenen Augen  dürfen hier aussergewöhnliche,  für uns   nicht alltägliche Begegnungen erleben!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umbau Neogard-Frühbeet

Mein blaues Schildkrötenhaus hat mir eigentlich nie gefallen! Leider gab es damals die Pultform nicht in Alltop-Ausführung. Nun ist dieses Haus auch in die Jahre gekommen! Die Polycarbonat-Platten sind trübe und matt geworden. Der Hagel hat dem spröde gewordenen Material einige Löcher verpasst.

Mein Entschluss stand fest, die Platten auszutauschen. Zumal der Unterbau noch wie neu ist und ich sonst eigentlich mit der Schildiunterkunft zufrieden war. Ich hoffe, meine Schildkröten würden mir beipflichten.

DSC_6732

Ich habe mir zwar den Umbau etwas einfacher vorgestellt!

Das bestehende Polycarbonat hatte eine Dicke von 20 mm,  Alltop ist nur in 16 mm erhältlich.

Erhältlich ja, aber in dieser für Grossisten kleinen Menge, wo?

Von einem Grosshändler wurde mir dann die Adresse der Firma Buschor in Walzenhausen, mitgeteilt. Herr Buschor hat sich sofort bereit erklärt, mir das Alltop-Material sowie zusätzliche Alu-U-Profile, die die Differenz zu den 20 mm Innenmass der bestehenden Deckelprofile, ergänzen würden,  zu liefern.

Das jetzt ansehnliche Resultat sehen wir auf den Bildern!

DSC_6701

Es braucht schon etwas handwerkliches Geschick, denn die Neogard-Profile sind nicht einfache U-Profile, sondern haben in der Mitte eine Rippe. Das Profil entspricht dann eher einem W. Viel Mühe hätte ich mir ersparen können, wenn ich einen Deckel vorher demontiert und von innen angesehen hätte. Nun, so musste ich halt alle Platten nachschneiden und einige Anpassungen vornehmen.

Nachahmern empfehle ich, die Deckel mit neuen 16er Aluminium-Profilen, neu zu konstruieren und nur die alten Scharnier-Profile von Neogard, zu verwenden.

Meine Version ist etwas schwer, aber sehr solide geworden. Für meine Schildkröten habe ich aber sicherlich ein Optimum an Lichtdurchlässigkeit und eine Erhöhung ihres Wohlbefindens erreicht.

DSC_6761

Mein Dank gilt Herrn Buschor für seine sehr freundliche Bereitschaft und Beratung und meinem Freund George, einem begnadeten Metallbauer, der mir wie immer, mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist!

Die Firma Buschor fertigt übrigens auch Schildkrötenhäuser nach Spezial-Massen und -Wünschen an!

http://www.buschor-gewaechshaeuser.ch/